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Die Geschichte von Hiob  /  vorgestellt von Agnus D.  /  anno domini  2003

 

 

 

 
 
 
 
     

<   H  I  O  B   >

 
 
 
 

 

 

 

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hiob.zip

 

 

Hiob rebelliert gegen Teufel und Gott 

 

Hiob gibt Beispiele für den Umgang mit dem Leiden

 

Das Buch Hiob entstammt der altorientalischen Weisheitsliteratur

 
     
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Gleich zu Beginn dieses Buches der Bibel wird Hiob als einzigartig guter und gerechter und gesegneter Mann Gottes geschildert, der über sehr viele Freunde, Angehörige und auch Reichtümer verfügte. Aufgrund dieser menschlichen Vorzüge hatte Gott Hiob stets im Auge behalten. Vom Satan angeregt, beschließt Gott den vorbildlich frommen Hiob über den Satan prüfen zu lassen, ob sein Glaube an ihn auch dann noch halten wird, wenn es ihm nicht mehr so hervorragend geht. Mit der Zustimmung Gottes stellt Satan dann Hiob auf die Probe. Ihm werden über Feinde und Naturgewalten fürchterliche Verluste an Material und Menschen zugefügt. Seine Kinder kommen um, und er verliert all seinen Reichtum, und er muss entstellende und schmerzhafte Krankheiten hinnehmen. Unablässig erhält er neue Botschaften von weiterem Unheil, den so genannten Hiobsbotschaften. Dennoch wankt sein Glaube und seine Treue zum Herrn nicht.

Dieses alttestamentliche Drama ist als Buch Hiob in der Bibel das erste der Lehrbücher. Unbestritten gehört es zur Weltliteratur, indem es Generationen von Philosophen und Dichtem als Anregung zur Auseinandersetzung mit Gott und der Welt diente. Schon seit vielen Jahrhunderten nehmen immer wieder Gläubige den Text zum Anlass, in ihrer Not und Verzweiflung daraus zu zitieren: „Jetzt aber zerfließt meine Seele in mir, und Tage des Elends haben mich ergriffen“. Die ganze Geschichte rankt sich um die zentrale Frage nach dem Sinn des Lebens und insbesondere nach dem des Leides und Leidens. Mit dem Holocoust  wurde das Leiden Hiobs zum Symbol für das dort erlittene Schicksal des jüdischen Volkes.

Zunächst hält Hiob den Schicksalsschlägen des Satans tadellos stand, und bleibt seinem Glauben an Gott treu. Denn er weiß natürlich, dass das Leben nicht nur aus einer Schokoladenseite besteht. Was ihn ärgert, dass ist, wenn gottlose Leute ein gutes Leben haben können. Warum bleiben die gesund und am Leben, werden alt und sterben glücklich? Und so mehren sich dann bei ihm die Zweifel an sich selbst und seinem Dasein. Seine Freunde halten aber treu zu ihm, und erinnern ihn an seine guten Tage. Hiob glaubt nun, dass vor Gott niemand gerecht sein könne, womit er eigentlich auf dem besten Wege ist, seine Lektion zu verstehen. Er erkennt dabei auch, dass es gut für den Menschen sei, wenn der von Gott gestraft wird, denn das lässt ihn demütig werden. Da einer solchen Einsicht nicht die dafür erwartete göttliche Gnade folgte, beginnt Hiob eine Diskussion mit Gott über den Sinn des Lebens und all den Abhängigkeiten um dieses bis zum Tode zu unterhalten.

Dabei wandelt sich Hiob immer mehr vom frommen Dulder zum eindringlichen Rebellen. Er fordert nun Gott zu einem Rechtsstreit heraus. Hierbei versuchen seine Freunde auf ihn mäßigend einzuwirken. Hiob erkennt nunmehr, dass Gott in absolut allem frei keinerlei Beschränkung unterliegt, und dass er dies neidlos anzuerkennen hat. Und er fragt sich, ob denn Gott ein Mensch wie er sei, und was für Gründe den Herrn bei seinem Tun leiten. Wenn also das Leben so viel Leiden und Verdruss für einen bereit hält, dann wäre es besser nicht geboren zu sein. Das Handeln und Tun Gottes ist für ihn nicht durchschaubar und verständlich, und darum für alle andern Menschen ebenso. Es ist ihm gleich, wie jetzt Gott über ihn denken wird, er bekommt ihn ja doch nicht zu Gesicht. Vielleicht hört Gott ihm auch in Wirklichkeit gar nicht zu, und er streitet unwissentlich mit einem Phantom. Zum Glück hat er noch seine zu ihm haltenden Freunde. Und die sagen ihm, dass es ihnen nicht besser als ihm ergeht, ohne dass sie wie er, Hiob, solche lästerlichen Reden an Gott führen.

Schließlich gesteht Hiob ein, dass es den Gottlosen nicht besser geht als den Gottgläubigen. Die Gottlosen müssten aber in Anbetracht der Existenz Gottes von ihm bestraft werden, und nicht wie er, Hiob, die an ihn Glaubenden. Wer soll das nur verstehen? Die Zeit rast dahin, und am Ende wartet auf jeden nur das Grab. Und wozu das alles? Alles hat sich gegen ihn, Hiob, verschworen, und ein Ende dessen ist nicht in Sicht. Warum hilft ihm denn Gott nicht? Alles hat ein Ende, warum dann nicht auch die nicht enden wollenden Schicksalsschläge. Während nun der Herr jederzeit Hiob beobachten kann, vermag Hiob nirgends Gott zu erblicken. Das Leben ist eigentlich voller Mängel und wird so zumeist vom Mangel beherrscht, wie kann das im Sinne des Allmächtigen sein? Zwar ist der Mensch erfinderisch und weiß sich zu helfen, dennoch sind die Naturgewalten aus Gottes Hand unendlich stärker. Hiob fragt sich, was er wohl falsch gemacht hat, dass der Herr ihn so straft. Doch steht es ihm - dem Geschöpf - nicht zu, seinen Schöpfer zu kritisieren. Der Allmächtige ist wohl dem Menschen immer ein Rätsel und ein tiefes nicht zu ergründendes Geheimnis. 

Nun schleudert Gott Hiob seine Antwort auf all diese unverständigen Anklagen entgegen: „Wo warst du denn, als ich die Weltgrundlegung vollzog? Sage es mir doch, wenn du so klug bist!“ Was ist denn schon ein Hiob gegenüber einem alles machenden und tragenden Schöpfer. Was weiß der schon von all dem, was es in der Welt und bei Gott zu wissen gibt. Man hat sich an seiner wunderbaren Schöpfung zu erfreuen, trotz allen Unglücks und Unheils. Der gepeinigte Hiob gibt dennoch nicht auf. Er stellt das „vernünftige“ Gottesbild in Frage. Dann beginnt er aber Gott als den Herrscher einer auch chaotischen Welt zu verstehen, weil in einem geschlossenen System Aufbau immer nur nach Abriss möglich ist. Und so hört er nicht auf seine Frau, welche ihn bedrängt: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage Gott ab und stirb!“ Doch Hiob tröstet sich inzwischen etwas klüger geworden: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten nun das Böse nicht auch annehmen?“ 

Die Hiobgeschichte entstand aus alter orientalischer Weisheitsliteratur. Dieses Buch von Hiob schildert zudem eine sozusagen mystische Gotteserfahrung, die bohrende Fragen nach dem Sinn allen Leidens hinter sich lässt. Solche Gotteserlebnisse können rational nicht gedeutet werden, lehrt uns der Tiefenpsychologe C. G. Jung (1875 bis 1961) in seiner berühmten „Antwort auf Hiob“.

Am Ende geht der Test für Hiob doch noch gut aus. Denn Hiob bekennt nun, dass er ein unwissendes Nichts und ein Niemand ist, und dass er anmaßend gewesen war. Schließlich gibt er Gott zu, dass er jetzt erkennt, dass der Herr alles was er jemals plant, auch durchführen kann. Dieses Mal nun erhält Hiob zum Lohn für sein reumütiges Fazit sein ganzes Lebensglück und seine Reichtümer wieder zurück: „Und der Herr gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte.“ Des Weiteren wurden ihm noch sieben Söhne geboren und drei Töchter. Er nannte sie Täubchen, Zimtblüte und Salbhörnchen, denn „es gab keine so schönen Frauen im ganzen Land“. Hiob lebte ganze 140 Jahre und „starb alt und lebenssatt“

 

 

 

 

 

 
 
 
     
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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